Meine Gedanken kreisten in den letzten Tagen um ein sehr spezielles Thema, welches ich gerne genauer unter die Lupe nehmen möchte:
Positives Denken
Diese Schlagworte werden einem relativ häufig unbedacht um die Ohren gehauen. Besonders dann, wenn man gerade mal wieder eine unbeliebte Meinung hatte, zugegeben hat, dass man mit irgendwas ein Problem hat und im Leben immer mal wieder stolpert.
Es müssen gar nicht unbedingt genau diese Schlagworte sein. Sehr oft kommen sie in einer anderen Verpackung daher.
Hier ein paar meiner liebsten Beispiele:
"Lass doch mal los"
"Nimm dich doch mal an, wie du bist"
"Du solltest lernen, dich auf die guten Dinge zu fokussieren"
Dazu habe ich eine Meinung.
Ich will nicht jedes Mal einfach so loslassen. Was soll ich denn überhaupt loslassen? Meine Überzeugungen, für die ich kämpfe? Meine Meinungen, die ich habe? Meine Gefühle die ich erlebe?
Ich will mich nicht auf die "guten" Dinge fokussieren, wenn das bedeutet, dass ich mich dadurch selbst verrate. Wenn ich gerade einfach nicht gut drauf sein will. Weil ich vielleicht gerade fucking Stress habe und Kopfschmerzen und das Leben einfach mal scheiße finden will. Dann möchte ich meine verdammte Ruhe und bin froh, dass ich Zuhause kein falsches Lächeln aufsetzen muss sondern die ganze Welt verfluchen darf ohne dass mir jemand sagt: "Du störst gerade mein ideales Weltbild."
Ich will mich nicht auf die "guten" Dinge fokussieren, wenn das bedeutet, dass ich mich dadurch selbst verrate. Wenn ich gerade einfach nicht gut drauf sein will. Weil ich vielleicht gerade fucking Stress habe und Kopfschmerzen und das Leben einfach mal scheiße finden will. Dann möchte ich meine verdammte Ruhe und bin froh, dass ich Zuhause kein falsches Lächeln aufsetzen muss sondern die ganze Welt verfluchen darf ohne dass mir jemand sagt: "Du störst gerade mein ideales Weltbild."
Für mich gehören "Sich selbst annehmen" und "Positiv Denken" in unterschiedliche Kategorien. Denn wenn ich mich selbst annehme, dann nehme ich auch meine dunklen Seiten an. All das, was vielleicht nicht in das Klischeebild passt, wie es andere gerne haben.
Ich nehme mein positives Denken an, mein negatives Denken, mein lustiges Denken, mein zynisches Denken, mein kritisches Denken.
Ich nehme die Teile meines Körpers an, die mir nicht gefallen und akzeptiere, dass sie zu mir gehören.
Ich akzeptiere, fehlerbehaftet zu sein.
Ich nehme mein positives Denken an, mein negatives Denken, mein lustiges Denken, mein zynisches Denken, mein kritisches Denken.
Ich nehme die Teile meines Körpers an, die mir nicht gefallen und akzeptiere, dass sie zu mir gehören.
Ich akzeptiere, fehlerbehaftet zu sein.
Und mir wird klar, dass glücklich sein mit so viel mehr als einem Happy End zu tun hat.
Warum ist es so angesagt, sich selbst hinter einer Fassade von Glanz und Gloria zu verstecken? Böse Gefühle und schwarze Gedanken unter den Teppich zu kehren? So zu tun als wäre das eigene Leben perfekt und man alles an sich traumhaft schön findet wenn es doch eigentlich anders ist? Ständig um das perfekte Selfie bemüht, im Zwischenmenschlichen jeglichen Konflikt scheuend, die eigenen Schwächen überschminkt ein falsches Lächeln aufsetzend.
Und wenn etwas nicht in dieses Bild passt, die Harmonie stört und evtl die eigene Fassade anschlägt, dann wird es klein gemacht und retuschiert. Dann ist derjenige, der mit diesem Bild aufzuräumen versucht einfach "depressiv" oder "problematisch" oder "hasserfüllt".
Wieso schließen sich in so vielen Köpfen Liebe und Kritik gegenseitig aus? Was, wenn ich sage, dass ich jemanden lieben kann auch wenn ich mal schlecht von ihm denke? Dass ich mich freuen kann auch wenn ich Aspekte davon doof finde?
Dass ich die Kritik nicht ausblenden muss um das Gute dahinter zu sehen?
Es ist sehr einfach, den anderen in Schubladen zu stecken, die die Titel "depressiv", "negativ" oder "hasserfüllt" tragen. Es ist hingegen sehr viel schwieriger und erfordert eine Menge an Mut, sich selbst einzugestehen, dass man Schwierigkeiten hat, traurige Phasen durchlebt, sich selbst belügt und damit auch andere.
An dieser Stelle möchte ich all den Menschen da draußen, die ehrlich mit sich selbst umgehen, meine tiefste Bewunderung aussprechen. Ihr seid meine Helden! Ihr, die da draußen Schwierigkeiten überwindet! Ihr, die laut weinen und lachen könnt! Ihr, die ihr euch eingesteht, dass ihr Fehler macht und nicht immer aus allen Fehlern lernt!
Positiv Denken hat im Ursprung etwas sehr Schönes. Es bedeutet für mich, dass ich, egal wie schwierig es gerade ist oder wie aussichtlos sich etwas anfühlt, meinen Mut nicht verliere, durch diese Situation zu gehen.
Den Schmerz spürend, die Angst im Nacken.
-Ingamie-
Es ist sehr einfach, den anderen in Schubladen zu stecken, die die Titel "depressiv", "negativ" oder "hasserfüllt" tragen. Es ist hingegen sehr viel schwieriger und erfordert eine Menge an Mut, sich selbst einzugestehen, dass man Schwierigkeiten hat, traurige Phasen durchlebt, sich selbst belügt und damit auch andere.
An dieser Stelle möchte ich all den Menschen da draußen, die ehrlich mit sich selbst umgehen, meine tiefste Bewunderung aussprechen. Ihr seid meine Helden! Ihr, die da draußen Schwierigkeiten überwindet! Ihr, die laut weinen und lachen könnt! Ihr, die ihr euch eingesteht, dass ihr Fehler macht und nicht immer aus allen Fehlern lernt!
Positiv Denken hat im Ursprung etwas sehr Schönes. Es bedeutet für mich, dass ich, egal wie schwierig es gerade ist oder wie aussichtlos sich etwas anfühlt, meinen Mut nicht verliere, durch diese Situation zu gehen.
Den Schmerz spürend, die Angst im Nacken.
-Ingamie-

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